Linux

Software im Ubuntu Software-Center ausprobieren

0

Wenn irgendwo etwas über irgendeine Software liest denk man sich doch schnell, dass man diese mal ausprobieren muss. Also im Paketmanager installiert und dann schnell ausprobiert. Das installieren über den Paketmanager ist eventuell aber doch nicht so schnell, wenn die Größe der Software ein paar 100MB übersteigt. In Ubuntu 11.04 wird es deshalb ein neues Feature geben. Man kann im Software-Center nun über einen Button eine Verbindung zu einem entfernten Server aufbauen auf dem die Software schon installiert ist. Hier kann man sie nach belieben testen und nach seinem Test die Verbindung einfach wieder schließen. Dies ist natürlich wieder ein Schritt mehr in Richtung CloudComputing. Auf der einen Seite nicht schlecht um schnell mal was zu testen, auf der anderen Seite ist es eine Funktion mehr die fest an einen bestimmten Server(cluster) gebunden ist der irgendwo in den Weiten des Internets steht. Ein Beispielvideo findet man hier.

GNOME 3 Beta Live-CD

0

Gestern habe ich im UbuntuUsers.de-Planet einen Artikel über GNOME 3 gelesen. Die Screenshots sahen nicht schlecht aus, also schnell mal nach GNOME 3 gegoogelt. Natürlich bin ich dann gleich auf http://www.gnome3.org/ gestoßen. Das ist eine offizielle Seite des GNOME-Projekts auf der man sich eine Live-CD auf Basis von openSuse 11.4 herunterladen kann auf der eine Beta-Version von GNOME 3 schon vorinstalliert ist. Gerade eben habe ich die Live-CD also zum ersten mal gebootet. Im Boot-Menü mit F2 die Sprache schnell noch auf Deutsch umgestellt und schon kanns los gehen – mit dem warten :-) Das laden braucht erstmal ewig, aber das ist ja bei Live-CDs nicht neues, also kein Kriterium für GNOME 3. Wenn man dann mal den Sprung auf den Desktop geschafft hat wird man von einem schwarzen Panel und einem in dunkel blau gehaltenem Wallpaper begrüßt. Rechts im Panel findet man wie auch schon von GNOME 2 bekannt Sachen wie z.B. den Network-Manager oder die Soundeinstellungen. Auf der Linken seite befindet sich erstmal nur ein Button mit der Aufschrift “Aktivitäten”. Wenn man ihn anklickt wird das derzeitige Bild verkleinert und man kann zwischen den geöffneten Fenstern wechseln. Das erinnert mich stark an das Tabsystem von Android oder dem iPhone. Auf der linken Seite findet man noch ein paar Anwendungen, welche als “Favoriten” abgelegt wurden. Somit kann man sie schnel starten. Möchte man eine Anwendung öffnen die nicht in den Favoriten abgelegt ist klickt man oben einfach auf “Anwendungen” und schon hat man eine schöne Übersicht darüber was auf dem Computer installiert ist. Es gibt eigentlich nur zwei Sachen die ich sofort als störend empfande: 1. Die Menüleiste der Anwendungen fällt extrem überdimensioniert aus 2. Die Buttons zum minimieren und vergrößern/verleinern sind weggefallen. Das vergrößern/verkleinern macht man nun über einen doppelklick auf die Menüleiste und zum minimieren muss man wohl einfach den “Tab” mit dem leeren Desktop wählen. Ich persönlich finde GNOME 3 sehr gewöhnungsbedürftig, aber ich denke nach ein paar Wochen Nutzung könnte ich damit leben. :-) Mal gucken was sich bis zur Final-Version noch alles ändern wird.

LinuxMint basierend auf DebianTesting

2

Ich kenne LinuxMint nun schon seit Beginn meiner Linuxzeit, aber den Sinn dieser Distribution habe ich nie wirklich verstanden. LinuxMint basiert auf Ubuntu und dieses basiert auf Debian. Ubuntu ist in meinen Augen eine Distribution die sehr gut für Linuxeinsteiger geeignet ist. Man findet sich als Einsteiger relativ schnell zu recht und kann mit dem vorinstalliertem System schon sehr viel erreichen. Bei Debian ist des öfteren mal etwas “Bastelei” angesagt. Ich selbst nutze Debian nun seit ca. einem Jahr und habe davor Ubuntu genutzt. (Ich weiß gar nicht mehr wie lange, aber zumindest schon so lange, dass ich froh bin, wenn ich unter Windows XP die Systemsteuerung ohne Unfälle finde. :D ) Ubuntu also für Einsteiger und Debian für die Zielgruppe von Leuten die ihr System wirklich verstehen wollen und was eigenes daraus machen möchten. Warum also noch ein LinuxMint welches auf Ubuntu basiert? Ubuntu noch einsteigerfreundlicher machen? Darin sehe ich persönlich eigentlich keinen Bedarf. Seit einiger Zeit hat sich LinuxMint nun an ein Experiment gewagt: Ein LinuxMint auf der Basis von DebianTesting. Also eine RollingRelease-Distribution. In der Komination von DebianTesting und LinuxMint sehe ich nun wieder einen Sinn. Man kopiert nicht die ganzen Paketquellen wie es Ubuntu von Debian macht und baut darauf auf, sondern man schreibt sich einfach die DebianTesting-Quellen in seine Sources-List und schreibt einfach die LinuxMint-Quellen dazu. Somit bleibt LinuxMint Debian 100% kompatible zu DebianTesting. Und mit den LinuxMint-Paketquellen macht man das ganze einfach und schmackhaft für den Einsteiger. Für Anfänger also optimal. Man hat das schöne Debian als Unterbau muss sich aber nicht sofort mit Sachen auseinandersetzen mit denen man als Einsteiger wohl überfordert ist. Da ich die Idee sehr toll finde um Linux weiter zu verbreiten habe ich einen LinuxMint-Mirror unter http://linuxmint.daniel-vigano.de/ eingerichtet der natürlich sowohl die “normalen” LinuxMint Pakete enthält wie auch die von LinuxMint Debian. Ich hoffe aus diesem Projekt wird was.

Google Latitude auf dem Android-Phone

2

Seit zwei Wochen bin ich nun zufriedener Besitzer des HTC Wildfire auf dem das Betriebssystem Android läuft. Unter anderem ist dort natürlich auch die GoogleMaps-App vorinstalliert und sie unterstützt sogar den GoogleLatitude. Dieser Service ermöglicht es seinen aktuellen Standort, welcher auf dem Android entweder durch die Mobilfunkzelle (sehr ungenau) oder, falls aktiviert, über den GPS-Sender ermittelt wird an die Google-Server zu senden. Nun kann man via Freundesliste bestimmen wer den eigenen Standort angezeigt bekommt. Somit können die Freunde immer sehen wo man gerade ist. Derzeit aktualisiert sich der Standort nur wenn man GoogleMaps gestartet hat. Ich würde die Möglichkeit sehr begrüßen den Standort in einem bestimmten Intervall zu aktualisieren – ob GoogleMaps geöffnet ist oder nicht.

Sind Android-Phones die BotNets von Google?

0

Da ich schon länger mit dem Gedanken spiele mir ein Android-Phone zuzulegen und ich vor kurzem zum ersten Mal ein solches live erlebt habe, habe ich mich nun dazu entschieden mir das HTC Wildfire zu kaufen. Natürlich habe ich einige Recherchen angestellt um mich genauer über Android zu informieren. Positiv aufgefallen ist mir, dass es seit wenigen Versionen möglich ist das Phone ohne Google-Account zu betreiben. Somit ist man nicht mehr an Google gebunden – dachte ich! Ein paar Artikel weiter auf Heise musste ich leider feststellen, dass das Gerät eine dauerhafte Verbindung via GTalk zu Google herstellt und Google dieses schöne XMPP-Protokoll missbraucht um Push-Nachrichten an das Android zu schicken. Google kann somit ohne Wissen oder Einverständnis des Benutzers beliebige Apps installieren und deinstallieren. Rein technisch gesehen kann Google also mit meinem Handy machen was es will. Dieses Verhalten erinnert mich stark an die von Crackern betriebenen BotNets. Ich bin derzeit auf der Suche ob dieser Artikel noch aktuell ist (er ist vom 26.Juni 2010) . Falls diese Funktion immer noch besteht und es keine einfache Möglichkeit gibt diese zu deaktivieren werde ich mir das mit dem HTC wohl nochmal überlegen.

Update: Ich habe gerade gelesen, dass Google versichert diese Funktion nur zu nutzen wenn Schadsoftware auf dem Gerät installiert ist. (Bisher sind auch keine anderen Fälle bekannt in der diese Schnittstelle genutzt worden ist.) Somit wäre dies ja wieder ein Vorteil für den Anwender – wenn Google sich an das Versprechen hält!

Gehe zum Anfang